FGE – das freiwillige Grundeinkommen

Karl Heinz

Viel wird über das sogenannte bedingungslose Grundeinkommen, kurz BGE, geschrieben und viele Hoffnungen damit verbunden. Und in der Tat, könnte ein BGE ein grosser gesellschaftlicher Fortschritt sein, um Armut, Ungerechtigkeit und sogar das Arbeitsleid zu überwinden. Jedoch nur unter einer Bedingung, einer Einzigen. Ich vermute mal Sie können sich bereits denken welche.

Schwieriger wird es nur sich vor zustellen, wie ein BGE auch ohne Zwang auskommen könnte. Denn ein BGE kann in globaler Freiheit nur ohne Zwang funktionieren. Und sollte es dann tatsächlich funktionieren, wird es auch genau die positiven Wirkungen erzielen, die von den BGE Befürworten stets angeführt werden. Mit Zwang jedoch wird genau das Gegenteil erreicht werden, garantiert.

Bei einem freiwilligem Grundeinkommen, kurz FGE, wird niemand gezwungen Leistungen einzuzahlen. Es zahlt jeder ausschliesslich freiwillig ein, also ob überhaupt, so viel oder so wenig und wann immer man möchte. Und es muss natürlich auch niemand die Auszahlung eines FGE annehmen. Dabei kann natürlich nur ausgezahlt werden, was vorher auch eingezahlt wurde und alles was eingezahlt wurde, wird dann einfach zu gleichen Anteilen an alle ausgezahlt, die bereit sind ein FGE anzunehmen. Ganz einfach.

Angenommen bei einer Leistung, der wir heute 2013 ungefähr 1000 Euro beimessen, monatlich ausgezahlt an ungefähr momentan 80 Millionen Deutsche, würde dies in etwa einer Billion Euro entsprechen, ungefähr der Hälfte unseres BIP(BruttoInlandsProdukt). Alle deutschen müssten also etwa die Hälfte ihrer gesamten Einnahmen aufbringen, um allen deutschen ein BGE von 1000 Euro zu ermöglichen. Nicht nur unrealistisch und sinnfrei, sondern wenn es trotzdem zwanghaft versucht würde, eine wirtschaftliche Katastrophe.

Vermutlich werden jedoch diejenigen der Deutschen, welche für ein FGE spenden, auch gleichzeitig auf die Annahme verzichten, sonst hätten Sie ja auch gar nicht erst spenden brauchen, denn alles andere ist mathematisch totaler Blödsinn.

Bestimmt haben sie auch schon oft gelesen, dass die Menschen mit einem BGE zu faul wären, oder eben nicht und alle wären auch weiterhin fleissig und darüber hinaus sogar noch Kreativ. Das voraus zu sehen scheint schwierig. Jedoch nicht, dass es zumindest zu Motivationsproblemen kommen kann, wenn man für andere Menschen Leistungen erbringen muss, niemals jedoch, wenn man diese Leistung für andere Menschen freiwillig erbringt. Daher kann einzig ein FGE, Motivation und Kreativität und Arbeitsfreude im Menschen freisetzen.

In globaler Freiheit kann ein FGE durchaus zu einer echten Alternative und auch durchaus realisierbaren Idee werden. Vorausgesetzt der Mensch muss keinerlei Zwangsabgaben mehr leisten und wird nicht mehr, um bis zu 80 Prozent
(50 Prozent Lohnabzüge + 20 Prozent Mehrwertsteuer + Inflation) seiner Einnahmen enteignet. Vorausgesetzt der Mensch=Markt ist tatsächlich frei, dann benötigt es auch nicht viel Kreativität, um sich vorzustellen, der Mensch wird tatsächlich 5, 10 oder 25 Prozent seiner Einnahmen spenden für soziale Zwecke, wie ein FGE, das Existenzen sichert und Hoffnung spendet, ohne dabei einen Zwangseingriff in den Markt=Mensch zu bedeuten.

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