Menschenrechte (Artikel 6)

Tommy Casagrande


"Jede Person hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden."

Dieses Zitat ist so lange ein echtes Menschenrecht, wie es auf das universelle Selbsteigentum und dessen Konsequenzen abzielt. Ein jeder Mensch, hat überall das Recht, Selbsteigentümer zu sein und es kann nirgendwo Recht sein, wenn einem Menschen dies an irgendeinem Ort dieser Erde abgesprochen wird.

Das Problem in einer Welt, die aus Gewaltmonopolen besteht, ist, dass Gewaltmonopole Recht willkürlich setzen. Es unterscheiden sich die Gewaltmonopole dieser Welt lediglich im Zustandekommen dessen, was sie als Recht setzen. Eine Demokratie hat dazu andere Verfahrenswege als ein autoritäres Land. Doch mit Recht haben die erlassenen Gesetze in beiden Fällen meist wenig zu tun. Überdies beruht die Existenz eines Gewaltmonopols selbst auf einer Missachtung des Rechts auf Selbsteigentum, da ein Gewaltmonopol ein unfreiwilliges Konzept für das Zusammenleben von Menschen darstellt. Die Existenz eines Gewaltmonopols beruht auf einem Herrschaftsgedanken über Menschen der unvereinbar ist mit dem Selbsteigentum des Menschen und der daraus resultierenden Freiheit und Freiwilligkeit, sich zu vergesellschaften, Verträge einzugehen und Eigentum zu schützen.

Staatliche Territorien, Steuern und Abgaben, das Monopol auf die Durchsetzung bestimmter Erlasse für eine bestimmte Vorstellung von Zusammenleben bei Not auch mit Gewalt, nichts davon entspringt einer aus Selbsteigentum, Freiheit und Freiwilligkeit aufgebauten menschlichen Gesellschaft die in Übereinstimmung mit dem Schutz des Eigentums und frei verhandelbarer Verträge zwischenmenschlich interagiert.

Somit ist die Realität unserer Welt letztlich eine solche, in der unterschiedliche Rechtsfähigkeiten anerkannt oder aberkannt werden, oft nur getrennt durch einen Federstrich und sich verändernder Realitäten. Fast immer jedoch getrennt durch eine territoriale Staatsgrenze.

Unter anderem entstehen aus diesem Grund immer wieder Konflikte zwischen unterschiedlichen Gewaltmonopolen dieser Erde, weil hinter jedem Versuch eines Staates, einen anderen darin zu belehren, dem eigenem Konzept von Recht zu folgen, eine Selbsttäuschung und eine Fremdtäuschung darüber steckt, was Recht in Wahrheit bedeutet. Meist geht vom "Westen" die Doppelmoral aus, andere Länder dafür zu kritisieren, dem eigenen Rechtskatalog nicht Folge zu leisten. Dass dieser jedoch selbst einem Bündel aus Setzungen folgt, die dem echten Recht entgegen stehen, macht die sogenannten "westlichen Werte" zur internationalen Lachnummer.

Doch gilt stets die Doktrin: Was WIR tun ist gut, weil WIR es tun, und was IHR tut ist schlecht, weil IHR es tut. Und damit gehen Systeme, Länder und supranationale Blöcke gegeneinander auf Kollisionskurs zum allseitigen Nachteil von Freiheit, Frieden und Wohlstand.

 

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Rubriken: Moral/Recht Etatismus

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