Die meisten Menschen sind nicht weise

Tommy Casagrande


Nachdem ich in einem Forum des Internets die Frage gelesen habe, ob die zunehmende Dummheit der Menschen trotz oder wegen des Staates sich ausbreitet, habe ich mich in meinen Fingern gekitzelt gefühlt, auch etwas darüber zum Ausdruck bringen zu wollen.

Ob jemand dumm ist, hängt von der Definition dessen ab, was er wissen muss um als klug zu gelten. Beleidigungen aber bringen nicht viel. Sie provozieren meist, dass sich jemand noch intensiver in das verbeißt, was man selber für falsch hält. Allerdings, wenn ich das so sagen darf; weise sind viele Menschen sicherlich nicht. Wären sie weise, wären sie skeptischer gegenüber dem Staat. In der Tat sind es die meisten nicht. Die meisten wollen, dass der Staat das ganze Leben, die ganze Welt, das Universum beherrscht. Kein Leben soll es geben, dass nicht staatlich geregelt sei. Das ist die Mentalität die in unserer Zeit vorherrscht. Darum werden alle Lebensbereiche vom Staat durchherrscht. Die Konsequenz sind Wirtschaftskrisen, Zunahme der Armut, Perspektivlosigkeiten, Sinnsuchende die dann in politische Extreme rutschen und nicht friedlich ihre Frustration zum Ausdruck bringen. Die Unfreiheit die wir uns geschaffen haben, das abgeschlossene Käfigsystem in dem wir mehr und mehr leben hat einst Freud bewogen es "Das Unbehagen in der Kultur" zu nennen und darüber zu schreiben.

Was wir benötigen wäre eine Entstaatlichung der Gesellschaft in allen möglichen Lebensbereichen. Den Menschen ihre Freiheit zurückgeben wird dazu führen, dass die Verantwortungslosigkeit ab- und die Verantwortung zunimmt. Nur wenn Menschen wieder für etwas in ihrem Leben verantwortlich sein können und nicht die Behörden, wird der Gesellschaftsbau wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden können.

Das Problem an dieser Freiheitsforderung ist, dass mittlerweile sehr viele Menschen vom Staat profitieren (direkt oder indirekt) oder meinen es zu tun. Nur ist ein solches System nicht dauerhaft ökonomisch, politisch und sozial stabil. Es gibt einen zwangsläufigen Endpunkt. Und es wäre sicher besser, für uns alle, wenn wir geordnet auf Marktwirtschaft und individuelle Freiheit zurückstellen anstatt das System an die Wand fahren zu lassen und dann erst schauen was passiert. Ich will nicht sehen was passiert.

 

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Rubriken: Toleranz/Transparenz Psychologie (R)Evolution

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