Das Chaos als Ergebnis der regulierten Gesellschaft

Tommy Casagrande


Die Situation in Europa droht mehr und mehr zu eskalieren. Etatismus ist die Krankheit unserer Zeit.

Flüchtlinge werden in Lagern gehalten, weil europäische Staaten die Marktwirtschaft als Idee aufgegeben haben und seit Jahrzehnten ein System staatlicher Interventionen zugunsten ständig wechselnder Interessengruppen propagieren.

Der Staatsapparat wächst wie ein Molloch, im gleichen Maße wie dessen Verschuldung. Ein Schelm wer an Zusammenhänge denkt...

Aufgrund dieser prekären Situation entstehen immer mehr Repressionen der Staaten gegenüber den Bürgern. Freiheitsbeschneidungen, politische Kooperationen bei denen widerum Freiheitsbeschneidungen eine Folge des Deals sein können. Am Ende steht die Rückkehr absolutistischer Staaten und eines Revival des Feudalismus.

Ludwig von Mises sagte einst: "Mit dem Verschwinden des Liberalismus kam das Chaos."

In den Nachrichten sehe ich Flüchtlinge auf die Gummigeschosse und Tränengas abgefeuert werden. Leicht denkbar ist, dass sich Menschen die man so behandelt, radikalisieren können.

Ich sehe Nachrichten wo aufgrund von politischen Deals sich ein Land in die Angelegenheiten eines anderen einmischt.

Ich sehe Nachrichten wo billige Güter verteufelt werden und Strafsteuern gefordert werden.

Ich sehe Nachrichten wo ich ableiten kann, dass die Umsetzung dieser und jener Forderung den Wohlstand der Gesellschaft noch weiter in Mitleidenschaft ziehen werden, mit größerer Auswirkung !immer! für die Armen, die abhängig sind, dass etwas billig ist oder etwas zu produzieren sich lohnt.

Ich sehe einmal Nachrichten wo Grüne neue Staatseingriffe fordern was der Gesellschaft schadet, in den nächsten Nachrichten sind es Linke, die etwas fordern was der Gesellschaft als Ganzes schadet und dann sind Rechte und Konservative in den Nachrichten, welche individuelle Freiheiten opfern.

Es gibt nirgendwo eine Kraft, eine Bewegung, einen Menschen, der sich all dem Wahnsinn entgegen stellt und laut NEIN sagt.

Alles eskaliert mehr und mehr und umso mehr es eskaliert, desto mehr eskalieren die Antworten darauf. Es ist als wäre vor langer Zeit eine Rakete gestartet worden, die im Sinn hatte, das Universum zu erforschen. Doch die Rakete befindet sich in einem selbstzerstörerischem Modus. Umso mehr Eskalationsstufen gezündet werden, desto schneller vollzieht sich diese Selbstzerstörung.

Es fehlt ein Jesus. Ein Mensch der auf die Staaten und ihre Systeme schaut und sagt, NEIN. Nein, so funktioniert es nicht. Nein, so wird es nicht gelingen. Nein, so geht weder Frieden, noch Wohlstand, denn ohne Freiheit wächst nichts. Ohne Freiheit wachsen weder Menschen, noch Pflanzen. Ohne Freiheit wachsen keine guten Werte und Einstellungen. Ohne Freiheit wachsen keine Freundschaften und keine Beziehungen. Ohne Freiheit gedeiht nichts.

Das furchtbare an unserer gegenwärtigen Welt ist die seit längerem vollzogene Umdeutung und Uminterpretation des Wortes Freiheit in eine Vorstellung, worin alles negative, was gegenwärtig geschieht, damit verbunden wird. Alles böse entstehe nur, weil Menschen frei seien. Diese perverse Auffassung von Leben ist zynisch und verdeckt den wahren Schuldigen der Probleme. Den Etatismus.

Jene Ansicht, die meint, ein Staat der ins Leben der Menschen eingreift, der vorschreibt wie groß eine Gesellschaft zu sein hat, wieviel Wohnungen, Kinder, Arbeit, Männer, Frauen, Berufe, Bäume, Essen, Trinken, Bedürfnisse, Angebot, Nachfrage, Zinsen, Kredite, Geld, Freizeit, Arbeitszeit, was auch immer, es geben soll, sei die Ordnung, in der Frieden herrsche, irrt sich.

Genau jene Ordnung ist Unordnung und Chaos, weil sie etwas wichtiges vergisst. Das LEBEN.

Mensch sein ist LEBEN. Und Leben vollzieht sich spontan und dynamisch. Es lässt sich nicht dauerhaft in Ketten legen, bevormunden, gängeln, schikanieren, unterdrücken.

Lebe ich in einer Zeit, worin meine Kindheit noch aus einer möglichen positiven Perspektive für die Zukunft bestanden hat und mein Älter werden darin besteht, mich fürchten zu müssen, dass der Mechanismus einer Institution des Staates, so lange sich aufbläht wie ein Luftballon und dabei immer mehr und mehr Perspektiven verschlingt, bis dieser Ballon eines Tages platzt ? So platzen auch die Perspektiven vieler Menschen.

Und aus Wut und Trauer geplatzter Wünsche, Hoffnungen, Ziele, Perspektiven und Chancen entstehen nicht immer zarte Blumen, deren Blüten von besseren Ideen befruchtet werden.

Freiheit für Individuen ist ein Menschenrecht, weil es ein Recht ist, frei zu sein vor dem Zwang anderer Menschen. Und diese Freiheit wird heutzutage von staatlichen Institutionen überall mit Füßen getreten und umdefiniert in staatliches "Recht", sodass es ok ist, im Namen von X, Y und Z Menschen zu zwingen etwas zu tun, dass sie aus freien Stücken nicht tun wollen. Das Eigentumsrecht, dass ein Mensch sich selbst gehört, wird institutionell missachtet. Und wenn es erstmal normal geworden ist, es zu missachten, dann wird es immer und überall missachtet werden und jeder wird es als fremd empfinden, wenn jemand argumentiert, dass Menschen sich selbst gehören. Gleichzeitig aber spürt ein jeder, dass er sich nicht wohl fühlt, wenn er zu etwas gezwungen wird, dass er nicht möchte. Doch was zählt schon ein Gefühl, wenn sich ein Recht biegen, beugen und brechen lässt.

 

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Rubriken: Freiheit Chaos/spontane Ordnung Etatismus

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