Mehr Geld, mehr Probleme

Tommy Casagrande


Die Politik der Zentralbanken, egal wo, ist planwirtschaftlich und verheerend. Zinsen werden entweder über dem Marktzins oder unterhalb des Marktzinses gesetzt. Da es nicht der Markt ist, der den Zins bestimmt durch Angebot und Nachfrage, sondern eine Behörde, weiss niemand, wo genau der Zins alias der Preis für das Geld tatsächlich liegt.

Auf diese Weise gleicht die Politik einer jeden Zentralbank zwangsläufig einem blinden Huhn, dass in seinem Gehege herumirrt und versucht, ein Korn aufzupicken. Es weiss aber nicht, ob sich überhaupt ein Korn in seinem Gehege befindet, geschweige denn wo und wieviele. Es irrt ahnungslos umher.

Wenn die Leitzinsen künstlich gesenkt werden, dann darum, damit sich Staaten und Private zu günstigen Konditionen verschulden können. Gleichzeitig zieht diese Form der Verschuldung weitere Verschuldung nach sich, weil es lukrativ wird, alte Kredite durch die Aufnahme neuer Kredite zu bedienen. Ein Kreditkarusell wird in Gang gesetzt bei dem einem ganz schwindelig wird. Am Ende muss man sich vor lauter Schulden übergeben.

Die Finanzwirtschaft an den Aktienmärkte erlebt während einer Niedrigzinsphase einen wahren Boom. Genauso wie die Konjunktur oder Investitionen im Immobiliensektor aber auch anderswo. Das Problem ist nur, dass die Niedrigzinsphase eine künstliche Stimulanz darstellt, weil sich Blasen bilden die am Ende stets platzen. Es setzen Rezession, Depression, Arbeitslosigkeit, Bankenzusammenbrüche und wenn es hart kommt, auch Staatsbankrotte ein.

Ganze Gesellschaften die im Fahrwasser eines planwirtschaftlichen Geldsystems, man könnte auch sagen, in einem Geldsozialismus schwimmen, drohen abzusaufen. Am Ende stehen sogar bürgerliche Freiheiten auf dem Spiel, weil sich in der verursachten gesellschaftlichen Transformation Paradigmenwechsel ergeben die anfangen, offen und ungeniert, nach einem autoritären Staatsmodel zu streben.

Dass die Ausweitung des Geldes nicht reich sondern arm macht, geht hervor, wenn man Ludwig von Mises gelesen und verstanden hat. Es gibt aber auch dieses Video, dass einem zwar nicht erspart, Ludwig von Mises zu lesen, jedoch einen Teil dessen Gedanken auf bequeme Weise näher bringt. Nämlich durch einen Vortrag von Professor. Thorsten Polleit (siehe oben).

Dass die Ausweitung des Geldes jedoch reiche Menschen noch reicher machen kann, arme dagegen ärmer, weil eine Umverteilung von unten nach oben dabei stattfindet, könnte als Erkenntnis mithelfen, vor den Illusionen linker und rechter Politik zu warnen und deren mangelnde Kenntnisse bei der Problemlösung zu enttarnen.

Man ist nicht gezwungen zu leugnen, dass die Linken recht haben. Man ist verpflichtet aufzuzeigen, warum deren Lösungsansätze das Problem nicht erkennen und wie man das Problem tatsächlich löst.

Dieses Video ist immens wichtig um der Gesellschaft, dem Parlament, allen Menschen vor Augen zu führen, was die Ursache der Wirtschaftskrise ist, dass sie eben noch nicht ausgestanden ist, dass sie nicht gelöst ist und dass nur eine liberale Lösung den Menschen helfen kann. Eine Lösung die auf den Erkenntnissen von Ludwig von Mises beruht.

 

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Rubriken: Finanzsystem Zinsen

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